Neben den allgemeinen Tipps, wie man sich bei Gewitter verhalten sollte, gibt es einige spezielle Punkte für Bergwanderer, die unbedingt beachtet werden sollten, denn jedes Jahr werden in den Alpen mehrere Bergwanderer und Bergsteiger von Blitzen verletzt oder sogar getötet.

Tipp 1
Die Gefahr für Gewitter ist von Juni bis September besonders groß. Von vornherein sollte vor jeder Tour in den Bergen der Wetterbericht gecheckt werden. Bei Gewitterwarnung sollte man am besten gar nicht erst zur Tour aufbrechen.
Tipp 2
Während einer Bergtour sollte man die Wetterzeichen ebenfalls die ganze Zeit im Blick haben. Wenn sich die ambossförmigen Cumulus-Nimbus-Wolken am Himmel türmen, sollte die Tour unbedingt sofort beendet werden. Falls Sie sich zu diesem Zeitpunkt in einer exponierten Lage befinden, zum Beispiel auf einem Gipfel oder Bergkamm, sollte der Abstieg sofort in Angriff genommen werden.
Tipp 3
Dabei sollten Sie besonders auf die Metallgegenstände in Ihrer Nähe achten, zum Beispiel Wegweiser, Gipfelkreuze usw. Fangen diese an zu „singen“, sollten Sie unbedingt sofort Deckung suchen, am besten in einer Senke.
Tipp 4
Wichtig: nicht hinlegen! Besser auf den Rucksack hocken, Beine und Schuhe aneinander pressen und so weit wie es geht Abstand halten zu Bäumen, Masten und Flüssen.
Tipp 5
Wenn Sie sich beim Aufzug eines Gewitters im Klettersteig befinden, sollte ebenfalls umgehend der Abstieg begonnen werden.
Tipp 6
Wenn das unmöglich ist, sollten Sie sich eine Höhle oder einen Absatz suchen, auf dem sie ausharren können, ohne das Drahtseil dabei zu berühren. Ganz wichtig: Die Sicherung auf keinen Fall aushängen, sondern das Seil über den Boden führen.
Tipp 7
Halten Sie Abstand von der Felskante, aber auch der Felswand, denn an beiden Stellen schlägt der Blitz gerne ein.
Tipp 8
In der Höhle bitte auch möglichst viel Abstand von den Wänden, der Decke und dem Eingang halten und am besten auf eine isolierte Unterlage setzen.






