Trinkwasser oder kein Trinkwasser? Auf diese Anzeichen achten!

Auch noch so klares und frisches Wasser kann Keime enthalten, während andere Wasser, die augenscheinlich ungenießbar sind, absolut trinkbar sein können. Vor diesem Hintergrund ist es schlicht unmöglich, eine pauschale Aussage darüber zu treffen, welches Wasser Trinkwasser ist und welches nicht. Oftmals sind eventuelle Wasserverschmutzungen nämlich nicht mit bloßem Auge oder am Geruch oder Geschmack des Wassers zu erkennen.

Moosbewuchs an Steinen ist auch ein Indikator für die Trinkbarkeit
Moosbewuchs an Steinen ist auch ein Indikator für die Trinkbarkeit

Zwar kann man relativ sicher davon ausgehen, dass frisches Quellwasser in einer kilometerweit unberührten Umgebung absolut trinkbar ist, allerdings erlangt man die absolute Sicherheit nur in dem man jedes Wasser abkocht, stark filtert oder mit Entkeimungstabletten entkeimt, bevor man es trinkt. Allerdings sollte man hier mit entsprechenden Präparaten für eine ausreichende Versorgung mit lebensnotwendigen Mineralien sorgen.

Anzeichen für gutes Trinkwasser
Ein relativ geringes Risiko besteht grundsätzlich bei Wasser, welches direkt von der Quelle oder aus der Nähe einer Quelle entnommen wird, bei schnell fließendem Wasser, zivilisationsfernem Wasser und sehr klarem Wasser. Starker Moosbewuchs an den Steinen des Gewässers ist auch ein guter Indikator für die Trinkbarkeit.

Bei diesen Anzeichen ist Vorsicht geboten!
Hohes Risiko besteht dagegen bei stehenden Gewässern, trüben Gewässern und bei sehr warmem Wasser. Ein schlammiger Grund oder starker Algenwuchs deutet ebenfalls ein hohes Risiko an. Wasser aus Gegenden mit Ansiedlungen landwirtschaftlichen Nutzflächen oder Industrieanlagen sollte Grundsätzlich gemieden werden.

6 Kommentare

  1. Im Trinkwasser auch Deutschlands sind oft Fäkalien. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit warnt: „Grenzwertüberschreitungen bei Fäkalkeimen der Trinkwasserverordnung sind in 25%, im Sommer sogar in 33% der Trinkwasserproben. Im Grund- und Trinkwasser Bayerns werden regelmäßig Legionellen nachgewiesen.“ Anderswo in Deutschland wird das kaum anders sein. Das Umweltbundesamt UBA publizierte schon im März 2007, dass seit Inkrafttreten der neuen Trinkwasserverordnung über häufigere Grenzwertüberschreitungen bei coliformen Bakterien geklagt wird. Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung hat 2007 über eine stabile und aktive Bakterienpopulation im Trinkwasser der Harzwasserwerke in Braunschweig berichtet. Professor Dr. med. Martin Exner, Hygiene-Institut der Universität Bonn und Vorsitzender der Trinkwasserkommission von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, hat mehrfach Enterobacter cloacae im aufbereiteten Trinkwasser aus Talsperren gefunden. Das UBA hat bei Berliner Trinkwasseraufbereitungsanlagen nachgewiesen, dass deren Virusfiltration im Mittel 10.000-fach geringer ist als dies die Trinkwasserrichtlinie der Weltgesundheitsorganisation WHO bei Oberflächenwasser seit 2004 fordert. Das Staatliche Veterinäruntersuchungsamt Krefeld hat in fertig aufbereiteten Trinkwässern aus der Region Aachen humane Rotaviren mit einer Positivenrate von 20% gefunden. Der erste Zwischenbericht Reine Ruhr in NRW betont die Belastung des Trinkwassers durch Viren.

    Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann, Vorstand im Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz BBU e.V.: Das Liefern von Trinkwasser mit Krankheitserregern ist ein Straftatbestand! Wasserwerke mit der üblichen veralteten Technik können Krankheitserreger nicht umfassend filtern oder abtöten. Trinkwasser enthält oft Bakterien, Parasiten und Viren. Deshalb muss das Trinkwasser mit der Ultrafiltration für rund einen halben Euro pro Person und Monat aufbereitet werden. Machen Sie Ihrem Wasserversorger Dampf!

    http://sites.google.com/site/trinkwasservirenalarm/Trinkwasser-Viren
    soddemann-aachen@t-online.de

  2. @Hr.Soddemann – Orghs – ich dachte wirlich, dann es noch soetwas die Trinkwasserschutz gibt, in Dtl. – aber dem schient wohl nicht so zu sein – das heißt, man muss nun wirklich alles zur Lebenserhaltung kaufen, um nicht zu erkrankne – oder in die Einöde umziehen.

  3. Man sagt ja, dass Bade-Württemberg das sauberste Trinkwasser hat, welches vom Bodensee geliefert wird.

  4. Das Bodensee-Wasser ist in der Tat das sauberste, es schmeckt auch sehr gut. Aber ganz von Schadstoffen befreit wird keines sein.

  5. Verunreinigtes Trinkwasser ist so alt wie die Menschheitsgeschichte. Gerade die Trink- und Abwasser-Probleme im Mittelalter und zur Zeit der industriellen Revolution lernt(e) jedes Kind in der Schule kennen. Wenn heute die „Geiz-ist-geil“-Welle rollt und jede (historische) Quersubventionierung auch innerhalb der Stadtwerke nur noch aus betriebswirtschaftlicher statt (auch) aus volkswirtschaftlicher Seite betrachtet wird, dann sind wir bald auch an dieser Stelle „Bananen-Republik“, diesmal also beim Trinkwasser.

  6. @Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann
    keine Ahnung wo sie ihre Infos her haben aber, dass Legionellen (in nennenswerten, d.h. krankheitserregenden Mengen)im Grundwasser vorkommen halte ich für eine Weisheit bei denen sie höchsten bei den Homöopaten oder den Impfgegnern Gläubige finden werden.
    Ich persönlich hab werder davon gelesen noch je welche gefunden – und die mikrobioloigsch-hygienische Untersuchung von Trink- und Grundwasser ist mein täglich Brot.

    PS: Bakterien sind nicht gleich Bakterien und Viren nicht gleich Viren, nur mal zum nachdenken.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Foto1: © Herm – pixabay