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    Startseite » Höhenwanderwege: Die schönsten Höhenwege für Anfänger, Erfahrene und Senioren
    Höhenwanderwege: Die schönsten Höhenwege für Anfänger, Erfahrene und Senioren
    Höhenwanderungen verlaufen auf einem konstanten Höhenniveau. | © J.M. Image Factory / stock.adobe.com
    Trekking

    Höhenwanderwege: Die schönsten Höhenwege für Anfänger, Erfahrene und Senioren

    Ringo DühmkeBy Ringo Dühmke
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    Am Wegweiser auf 2.300 m zeigen zwei Pfeile zum selben Joch. Der eine ist rot markiert, der andere schwarz, und beide versprechen denselben Ausblick. Welcher Höhenweg der richtige für Sie ist, entscheiden Ihre Erfahrung und Ihre Trittsicherheit.

    Auf einem schwarzen Grat bekommen Einsteiger Herzklopfen, während geübte Bergwanderer auf breiten Panoramawegen die Herausforderung vermissen. Deshalb stelle ich Ihnen die schönsten Höhenwanderwege für Anfänger, Gipfelhungrige und Senioren vor. Neun Routen führen von den Sonnenhängen über Meran bis in den Himalaya, und auf drei davon übernimmt eine Bergbahn den Großteil des Anstiegs.

    Was ist ein Höhenweg?

    Auf einem Höhenweg wandern Sie über eine Hochfläche oder entlang einer Bergkette und bleiben dabei auf annähernd gleicher Höhe. Nach dem ersten Aufstieg zieht sich der Pfad häufig von Hütte zu Hütte, und ins Tal geht es erst am Ende der Tour.

    Eine offizielle Mindesthöhe schreibt dabei niemand vor. Der Rennsteig im Thüringer Wald bleibt unter 1.000 m und gilt trotzdem als Höhenweg, weil er dem Kamm des Gebirges folgt. Was einen Höhenweg ausmacht, ist also die Lage oben mit freiem Blick. In den Alpen verlaufen Höhenwege meist zwischen 1.500 und knapp 3.000 m, und je höher sie steigen, desto anspruchsvoller werden sie für Wanderer.

    Der Deutsche Alpenverein kennzeichnet die Schwierigkeit mit Farben, ähnlich wie bei Skipisten. Auch auf schweren Abschnitten bleibt ein Höhenweg in der Regel ein Wanderweg, an heiklen Stellen mit Drahtseil oder Leiter gesichert.

    MarkierungWas Sie erwartet
    BlauEinfacher Bergweg, oft schmal und stellenweise steil, aber ohne absturzgefährliche Stellen
    RotMittelschwerer Bergweg, überwiegend schmal und steil, einzelne absturzgefährliche Passagen sind möglich
    SchwarzSchwerer Bergweg, schmal, steil und absturzgefährlich, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind Pflicht

    💡Mein Tipp für Deutschland, Österreich und Schweiz
    Die rot-weiß-roten Zeichen in Deutschland und Österreich zeigen Ihnen nur die Richtung. Wie schwer ein Weg ist, verraten erst der Wegweiser oder die Wanderkarte. In der Schweiz erkennen Sie die Schwierigkeit dagegen schon an der Markierung selbst, von Gelb für einfache Wanderwege bis Weiß-Blau-Weiß für Alpinwege. Packen Sie deshalb überall eine topografische Karte ein.

    Höhenwege für Anfänger

    Auf einem Höhenweg sind Sie stets weit über dem Tal unterwegs. Welcher Höhenweg sich für Anfänger eignet, hängt deshalb davon ab, wie schnell Sie wieder hinunterkommen (falls das Wetter umschlägt oder die Kräfte nachlassen). Führt von jeder Hütte ein Weg hinab, gehen Sie die erste Hüttentour deutlich gelassener an. Dazu passen überwiegend blaue und rote Wege mit Etappen von vier bis sechs Stunden, auf denen die nächste Hütte nie weit entfernt liegt. Sofern Sie Tagestouren mit 800 bis 1.000 Höhenmetern ohne große Mühe schaffen, bringen Sie eine solide Grundlage mit, um auch mehrere Tage zu trekken.

    Meraner Höhenweg

    Mann wandert auf dem Meraner Höhenweg in Südtirol.
    Der Südteil eignet sich für Einsteiger. | © Sigena / stock.adobe.com

    Der Meraner Höhenweg umrundet die Texelgruppe oberhalb von Meran, und für Einsteiger lohnt sich vor allem eine Hälfte davon. Auf dem Südteil fühlen Sie sich gleich zu Hause. Der Pfad bleibt dort auf der Sonnenseite zwischen Hochmuth und Katharinaberg unter 1.900 m und verbindet Bergbauernhöfe und Gasthäuser. Immer wieder lädt ein Hof zur Einkehr ein. Einzelne gesicherte Rinnen verlangen Aufmerksamkeit, aber keine Klettererfahrung. Seilbahnen wie die Texelbahn nach Giggelberg ersparen Ihnen den Aufstieg aus dem Tal.

    💡Mein Tipp für den Nordteil des Meraner Höhenweg
    Der Nordteil führt dagegen hochalpin bis zum Eisjöchl auf 2.895 m, dem höchsten Punkt der Runde. Ihn heben Sie sich am besten fürs zweite oder dritte Bergjahr auf. Planen Sie außerdem die Sperrung zwischen Katharinaberg und Pfossental ein, die wegen Steinschlag voraussichtlich bis Ende 2026 gilt. Die ausgeschilderte Umleitung kostet rund 1,5 Stunden mehr.

    SteckbriefMeraner Höhenweg
    WegtypRundweg, Einstieg an mehreren Orten und Seilbahnen
    Längerund 100 km (Gesamtrunde)
    Dauer5 bis 8 Tage, Südteil in etwa 3 Tagen
    Höchster PunktEisjöchl, 2.895 m (Nordteil)
    MarkierungNr. 24
    Beste ZeitSüdteil Mai bis Oktober, Nordteil Ende Juni bis September
    Für AnfängerSüdteil

    Lasörling Höhenweg

    Gipfel des Lasörling in der Lasörlinggruppe in Osttirol.
    Der 3.098 m hohe Lasörling eignet sich für Trittsichere. | © Daniela Stärk / stock.adobe.com

    Für die erste Hüttentour in Österreich bietet Osttirol eine ruhige Alternative. Der Lasörling Höhenweg zieht sich hoch über dem Virgental entlang, gegenüber glänzen die Gletscher der Venedigergruppe, und zwölf Schutzhütten und Almen liegen am Weg. Besonders einsteigerfreundlich ist die kurze Variante, bei der ein Taxi Sie zur Wetterkreuzhütte bringt und drei Etappen bis Ströden folgen. Die meisten Etappen dauern zweieinhalb bis sechs Stunden, nur der klassische Start ab Matrei verlangt rund acht Stunden und über 1.600 Höhenmeter. Der höchste Punkt liegt auf rund 2.850 m. Mit angepassten Etappen eignet sich der Weg sogar für Familien mit Kindern.

    SteckbriefLasörling Höhenweg
    WegtypStreckenweg von Hütte zu Hütte
    Länge55,4 km
    Dauer3 Etappen (kurze Variante) bis 6 Etappen
    Gehzeit pro Etappemeist 2,5 bis 6 h, ab Matrei rund 8h
    Höchster Punktrund 2.850 m
    Anforderungmittelschwierig
    StartMatrei in Osttirol oder Wetterkreuzhütte
    ZielStröden
    Unterkunftzwölf Schutzhütten und Almen

    Poon Hill Trek in Nepal

    Bergdorf am Poon Hill Trek in der Annapurna-Region in Nepal.
    Auf dem Weg zum Poon Hill wandern Sie durch Dörfer und vorbei an Reisterrassen. | © svetlanamarkova / stock.adobe.com

    Als Anfänger in Nepal auf Höhenwanderung gehen? Na klar, das geht auch, und der Weg zum Poon Hill bietet dabei reichlich Abwechslung. Von Pokhara aus wandern Sie an Reisterrassen und Dörfern vorbei, steigen über Tausende Steinstufen und tauchen in Rhododendronwälder ein, die im Frühjahr leuchtend rot blühen. Übernachtet wird in Ghorepani und am nächsten Morgen stehen Sie vor Sonnenaufgang auf dem Poon Hill, und mit dem ersten Licht erscheinen Dhaulagiri und Annapurna direkt gegenüber. Da Sie nie höher als 2.860 m übernachten, bleibt das Risiko der Höhenkrankheit überschaubar.

    💡Mein Tipp fürs erste Wandern in Nepal
    Bei der ersten Höhenwanderung in Nepal gibt ein Guide an Ihrer Seite viel Sicherheit, und seit 2023 schreibt das Nepal Tourism Board ihn auch offiziell vor. Am Poon Hill, einem der beliebtesten Treks des Landes, teilen Sie sich den Guide allerdings oft mit einer großen Gruppe. Auf dem „Kleinen Trek zum Poon Hill“ von enjoy Nepal haben Sie Ihren Guide hingegen ganz für sich, denn der deutsche Veranstalter führt die Tour privat und in Ihrem Tempo durch.

    SteckbriefPoon Hill Trek
    WegtypRundtour von Lodge zu Lodge
    RegionAnnapurna, Nepal
    Start und ZielPokhara
    Dauer4 Trekkingtage, mit Kathmandu und Pokhara rund 8 Tage
    Höchster PunktPoon Hill, rund 3.200 m
    Höchste ÜbernachtungGhorepani, 2.860 m
    Gehzeit pro Etappemeist 4 bis 6 Stunden
    Anforderungleicht, viele Steinstufen
    GenehmigungACAP-Permit, Guide empfohlen
    Beste ZeitFrühjahr (Rhododendronblüte) und Herbst

    Höhenwege für Erfahrene

    Ab hier wird es anspruchsvoll. Die Wege sind schwarz markiert, Scharten mit Drahtseilen gesichert, und Schneefelder halten sich oft bis in den Hochsommer. Für die langen Etappen brauchen Sie Trittsicherheit und eine gute Kondition. Ab etwa 2.500 m macht sich außerdem die dünnere Luft bemerkbar. Weil das Wetter hier oben schnell umschlägt, gehört wasserdichte Kleidung auch bei Sonnenschein in den Rucksack.

    Heilbronner Höhenweg

    Brücke am Heilbronner Weg in den Allgäuer Alpen.
    An steil abfallenden Stellen sichern Brücke, Leiter und Drahtseile den Weg. | © Andrea Geiss / stock.adobe.com

    Der Heilbronner Höhenweg, im Allgäu auch nur Heilbronner Weg genannt, gilt als Klassiker der deutschen Alpen. Er verbindet die Rappenseehütte auf 2.091 m mit der Kemptner Hütte und folgt dabei rund sieben Stunden lang dem Allgäuer Hauptkamm. Drahtseile sichern die ausgesetzten Stellen, und am Steinschartenkopf, mit 2.615 m dem höchsten Punkt, wartet die einzige Leiter des Weges. Der Weg verlangt Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und stabiles Wetter. Eine Klettersteigausrüstung ist dafür nicht nötig. Brechen Sie früh auf, denn an schönen Sommertagen sind hier viele Wanderer unterwegs.

    SteckbriefHeilbronner Höhenweg
    WegtypStreckenweg von Hütte zu Hütte
    StreckeRappenseehütte bis Kemptner Hütte
    Gehzeitrund 7 Stunden (Kernetappe)
    Dauer gesamtmeist 3 Tage ab Oberstdorf
    Höchster PunktSteinschartenkopf, 2.615 m
    Anforderungschwer, drahtseilgesichert, eine Leiter
    Beste ZeitMitte Juni bis Mitte Oktober (Hütten geöffnet)

    Stubaier Höhenweg

    Bremer Hütte am Stubaier Höhenweg in Tirol.
    Die Bremer Hütte liegt auf 2.413 m im hinteren Gschnitztal. | © Sedaris / stock.adobe.com

    Acht Tage im Hochgebirge, und genau das reizt viele erfahrene Bergwanderer. Der Stubaier Höhenweg verbindet als Rundweg die großen Hütten der Stubaier Alpen und verläuft durchgehend in alpinem Gelände. Den härtesten Tag erleben Sie zwischen Neuer Regensburger Hütte und Dresdner Hütte. Hinter dem Falbesoner See zieht der Weg steil zum Grawagrubennieder auf rund 2.880 m hinauf, danach steigen Sie unter den Gletschern hindurch ab. Besonders abgelegen liegt die Bremer Hütte auf 2.413 m im hinteren Gschnitztal am Fuß der Inneren Wetterspitze. Von jeder Hütte führt ein Weg ins Tal, daher lässt sich die Runde auch abschnittsweise auf mehrere Urlaube verteilen.

    SteckbriefStubaier Höhenweg
    WegtypRundweg, Ein- und Ausstieg an jeder Hütte möglich
    Längerund 80 km
    Dauer8 Tage
    Höhenmeterknapp 5.900 im Aufstieg
    Höchster PunktGrawagrubennieder, rund 2.880 m
    Anforderungalpines Gelände, Schlüsseletappen auf schwarzen Bergwegen
    Beste ZeitJuli bis September

    Nepal-Trekking am Mardi Himal

    Gefrorene Gebetsfahnen am Mardi Himal Trek in Nepal.
    In der Höhe werden die Nächte am Mardi Himal eisig kalt. | © JoergSteber / stock.adobe.com

    Kennen Sie die Höhenwege der Alpen bereits, wartet die nächste Stufe beim Trekking in Nepal. Der Mardi Himal Trek steigt in der Annapurna-Region aus bewaldeten Hängen stetig über einen Grat an, mit dem Machhapuchhre und der Annapurna-Kette direkt vor Augen. An den Aussichtspunkten flattern Gebetsfahnen im Wind, in den einfachen Lodges, den Teahouses, steht abends Dal Bhat auf dem Tisch, und jeder Tag beginnt mit Tee und Blick auf die Gletscher. Erst seit 2012 ist die Route für Trekker geöffnet.

    Technisch bleibt der Weg einfach, die Herausforderung heißt Höhe. Sie schlafen im High Camp auf rund 3.580 m und steigen zum Base Camp auf etwa 4.500 m. Auf dieser Höhe spürt mehr als die Hälfte der nicht akklimatisierten Menschen erste Anzeichen der Höhenkrankheit, auch gut Trainierte. Daher gehen die meisten diesen letzten Anstieg als Tagestour vor Sonnenaufgang und kehren zum Schlafen ins High Camp zurück. So folgt der Trek ganz von selbst der Bergsteigerregel „Climb high, sleep low“. Wegen der Höhe ordne ich den Mardi Himal bei den Erfahrenen ein, obwohl ihn viele Anbieter als Einsteigertrek bewerben.

    💡Mein Tipp fürs ACAP-Permit
    Für Poon Hill und Mardi Himal brauchen Sie ein ACAP-Permit, die Eintrittsgenehmigung für die Annapurna Conservation Area, Nepals größtes Schutzgebiet. Besorgen Sie es vor dem Start über Ihren Reiseveranstalter, beim Nepal Tourism Board in Kathmandu oder Pokhara oder inzwischen auch online. Halten Sie es unterwegs griffbereit, denn an den Checkpoints wird genau dieses Permit kontrolliert.

    SteckbriefMardi Himal Trek
    WegtypStreckenweg von Lodge zu Lodge
    RegionAnnapurna, Nepal
    Start und ZielKande und Siding nahe Pokhara
    Längerund 41 km
    Dauer4 bis 6 Trekkingtage
    ÜbernachtungLodges (Teahouses)
    Höchster PunktMardi Himal Base Camp, rund 4.500 m
    GenehmigungACAP-Permit, Guide empfohlen
    Beste ZeitFrühjahr und Herbst

    Höhenwanderwege für Senioren

    Weite Blicke gibt es auch ohne langen Aufstieg. Gute Höhenwanderwege für Senioren kommen mit wenigen Höhenmetern aus, verlaufen auf angenehmen Wegen und führen an einer Einkehr vorbei. Oft übernimmt zudem eine Bergbahn den Aufstieg. Wanderstöcke geben auf Schotter Halt und entlasten die Knie im Abstieg.

    Tegernseer Höhenweg

    wei Seniorinnen wandern auf dem Tegernseer Höhenweg mit Blick auf den Wallberg.
    Nur 230 Höhenmeter und breite Wege machen die Tour entspannt. | © Frank Lambert / stock.adobe.com

    Auf halber Höhe über dem See wandern Sie hier ganz ohne alpine Hürden. Der Tegernseer Höhenweg mit der Nummer 510 führt von Gmund an der Ostseite des Tegernsees in sanftem Auf und Ab bis Rottach-Egern. Insgesamt kommen nur 230 Höhenmeter zusammen, für die ganze Strecke reichen gut drei Stunden. Die Wege sind häufig breit, Bänke laden zur Pause mit Blick auf Wasser und Berge ein, und Waldstücke spenden an warmen Tagen Schatten. Für eine kürzere Runde endet die Wanderung in der Stadt Tegernsee, dann bleibt es bei rund 100 Höhenmetern.

    💡Mein Tipp für die Anreise
    Die Anreise gelingt auch ohne Auto. Die Bayerische Oberlandbahn fährt stündlich von München nach Gmund, und ab Rottach-Egern bringen Sie ein Schiff oder der Bus zurück. Die Rückfahrt über den See kann ich nur empfehlen.

    SteckbriefTegernseer Höhenweg
    WegtypStreckenweg, Rückfahrt per Schiff oder Bus
    StreckeGmund bis Rottach-Egern
    Gehzeitgut 3 Stunden
    Höhenmeter230 (bis Tegernsee rund 100)
    Wegnummer510
    AnreiseBayerische Oberlandbahn bis Gmund
    RückwegSchiff oder Bus

    Zirbenweg Innsbruck

    Wanderweg durch Zirben am Zirbenweg oberhalb von Innsbruck.
    Der Zirbenweg verläuft fast eben auf rund 2.000 m. | © liha100 / stock.adobe.com

    Über Innsbruck verbindet der Zirbenweg seit 1968 den Patscherkofel mit der Tulfeinalm. Die Patscherkofelbahn trägt Sie bis auf 1.964 m, und oberhalb des Patscherkofelhauses beginnt der breite Pfad mit der Nummer 350. Er zieht sich an der Waldgrenze durch die Zirben, steigt nur leicht an und erreicht mit 2.060 m seinen höchsten Punkt.

    Nach rund 7 km und zweieinhalb Stunden kommen Sie an der Tulfeinalm an, von wo die Glungezerbahn ins Tal führt. Unterwegs lädt die Boscheben-Hütte zur Rast ein, und am Start beginnt zugleich ein Naturlehrpfad des Alpenvereins. Die Patscherkofelbahn fährt von Mitte Mai bis Anfang November, und das Zirbenwegticket für Berg- und Talfahrt kostet für Senioren 35,50 €.

    SteckbriefZirbenweg
    WegtypStreckenweg zwischen zwei Bergbahnen
    StreckePatscherkofel bis Tulfeinalm
    Längerund 7 km
    Gehzeitetwa 2,5 Stunden
    Höchster Punkt2.060 m
    Anforderungleicht
    AufstiegPatscherkofelbahn

    Hörnle Bad Kohlgrub

    Blick aus der Hörnlebahn auf Bad Kohlgrub im Ammergau.
    In rund 20 Minuten schwebt die Hörnlebahn hinauf zur Hörnlehütte. | © globetrotter1 / stock.adobe.com

    In den Ammergauer Alpen zeigt das Hörnle, wie entspannt und schön ein Höhenweg sein kann. Eigentlich sind es ja drei Gipfel, das Hintere Hörnle ist mit 1.548 m der höchste. Mit der Hörnlebahn erreichen Sie bequem die Hörnlehütte des Deutschen Alpenvereins auf 1.390 m. Von dort führt eine aussichtsreiche Höhenwanderung in einer guten Dreiviertelstunde zum Hinteren Hörnle. Oben reicht die Rundumsicht vom Staffelsee über die Zugspitze bis zu den Tannheimer Bergen. Bad Kohlgrub erreichen Sie mit der Bahn über Murnau. Vom Bahnhof sind es dann rund 25 Minuten zu Fuß bis zur Talstation.

    SteckbriefHörnle
    WegtypTagestour ab der Bergstation
    Höchster PunktHinteres Hörnle, 1.548 m
    EinkehrHörnlehütte (DAV), 1.390 m
    Gehzeitgut 45 Minuten ab Hütte
    Anforderungleicht
    AufstiegHörnlebahn
    AnreiseBahn über Murnau

    Höhenwanderwege im Vergleich

    RouteRegion/LandHöchster PunktAnforderung
    Meraner Höhenweg, SüdteilSüdtirol, Italienunter 1.900 mmittel, einzelne gesicherte Rinnen
    Lasörling HöhenwegOsttirol, Österreichrund 2.850 mmittelschwierig
    Poon Hill TrekAnnapurna, Nepalrund 3.200 mleicht, viele Steinstufen
    Heilbronner HöhenwegAllgäu, Deutschland2.615 mschwer, drahtseilgesichert
    Stubaier HöhenwegTirol, Österreichrund 2.880 mschwer, schwarze Schlüsseletappen
    Mardi Himal TrekAnnapurna, Nepalrund 4.500 mtechnisch einfach, große Höhe
    Tegernseer HöhenwegOberbayern, Deutschlandunter 1.000 mleicht
    ZirbenwegTirol, Österreich2.060 mleicht
    HörnleAmmergauer Alpen, Deutschland1.548 mleicht

    Welcher Höhenweg ist der schönste?

    Die ehrlichste Antwort liefert Ihre letzte Bergtour. Sofern Sie noch nie auf einer Hütte übernachtet haben, beginnen Sie mit dem Südteil des Meraner Höhenwegs oder der kurzen Lasörling-Variante. Beide verzeihen ein zu großes Tagespensum, weil der nächste Abstieg ins Tal nie weit entfernt liegt. Heilbronner und Stubaier Höhenweg verlangen dagegen sichere Schritte auf schwarzen Wegen und einen kühlen Kopf an ausgesetzten Stellen.

    Der Mardi Himal wiederum belohnt alle, die ihre Höhentauglichkeit in den Alpen erprobt haben, mit dem Machhapuchhre zum Greifen nah. Und wer die Höhe in Ruhe genießen will, wandert am Tegernsee gemächlich von Aussicht zu Aussicht oder lässt sich am Zirbenweg und am Hörnle von der Bergbahn hinauftragen.

    FAQ zu Höhenwanderwegen

    Was kostet eine Hüttentour auf einem Höhenweg?

    Die Kosten setzen sich aus Übernachtung und Halbpension zusammen. Alpenvereinsmitglieder zahlen auf Hütten der Kategorien I und II mindestens 12 € weniger pro Nacht. Auf der Johannishütte kostet die Halbpension beispielsweise 42 €. Nehmen Sie Bargeld mit, denn viele Hütten akzeptieren keine Karten.

    Welcher Höhenweg in den Alpen ist der schwierigste?

    Als schwierigster Höhenweg der Nördlichen Kalkalpen gilt laut Deutschem Alpenverein der Augsburger Höhenweg in den Lechtaler Alpen. Er erreicht auf der Schweizer Skala T5 bis T5+ und ist wegen Altschneefeldern meist erst ab Mitte bis Ende Juli begehbar.

    Eignen sich Höhenwege für Hunde?

    Ja, viele leichte und mittlere Höhenwege sind mit einem trittsicheren Hund machbar. Schwieriger ist die Übernachtung, denn laut DAV-Hüttenordnung dürfen Haustiere nicht in die Schlafräume. Melden Sie Ihren Hund daher vorab auf der Hütte an.

    Welcher Höhenweg für Anfänger?

    Für Anfänger eignen sich Höhenwege mit blau und rot markierten Abschnitten, Etappen von vier bis sechs Stunden und kurzen Abstiegen ins Tal. Gute Beispiele sind der Südteil des Meraner Höhenwegs und die kurze Variante des Lasörling Höhenwegs.

    Welche Höhenwanderwege gibt es in Deutschland?

    Der bekannteste Höhenwanderweg Deutschlands ist der Rennsteig, der auf rund 168 km über den Kamm des Thüringer Waldes führt. In der Pfalz verbindet der Pfälzer Höhenweg auf 114 km Winnweiler und Wolfstein. In den bayerischen Alpen führt der Tegernseer Höhenweg in gut drei Stunden ohne alpine Schwierigkeiten über dem See entlang, der Heilbronner Höhenweg im Allgäu verlangt dagegen Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.

    Ringo Dühmke
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