Mithilfe der Sonne die Himmelsrichtung ermitteln

Es kann immer passieren, dass man sich einmal verirrt. Dazu muss man sich noch nicht einmal auf einem Survival-Trip befinden, ein normaler Spaziergang im Wald kann dafür schon ausreichen. Doch in welche Richtung soll man sich nun wenden, wenn doch gerade im Wald alles gleich auszusehen scheint?

Die Himmelsrichtung lässt sich mit Sonne und Uhr ermitteln
Die Himmelsrichtung lässt sich mit Sonne und Uhr ermitteln

Man kann sich grob an der Sonne orientieren und mit dieser die Himmelsrichtung ermitteln. Wie wir wissen, geht sie am Morgen im Osten auf, steht mittags im Süden und geht abends im Westen wieder unter. Diesen Umstand kann man sich zunutze machen, wenn man eine Armbanduhr mit Zeigern dabei hat. Man richtet den Stundenzeiger der Uhr auf die Sonne. Zwischen dem momentanen Zeitstand auf der Uhr und 12 Uhr befindet sich ein Winkel. Wenn man diesen halbiert, dann hat man die südliche Richtung. Wenn der Stundenzeiger genau auf 12 Uhr steht, dann ist Süden dort, wo die Sonne steht.

Allerdings sollte man darauf achten, dass man den richtigen Winkel verwendet. Wenn man die Himmelsrichtung am Vormittag bestimmen möchte, benötigt man den Winkel zwischen dem Stundenzeiger und der 12, am Nachmittag ist es dagegen der Winkel zwischen der 12 und dem Stundenzeiger. Würde man hier aus Versehen den falschen Winkel wählen, erhielte man nämlich genau die gegensätzliche Richtung. Man ginge dann nach Norden.

Wenn man diese Methode anwenden möchte, muss man aber die Sommerzeit bedenken. Wenn die Sommerzeit anzuwenden ist, muss man eine Stunde abziehen. Steht der Stundenzeiger also beispielsweise auf 15 Uhr, so ist eigentlich 14 Uhr anzuwenden, damit man richtige Ergebnisse bekommt.

7 Kommentare

  1. Das ist ein super und zuverlässiger Tipp 🙂 Danke fürs posten.

    Allerdings sollte beachtet werden, dass die hier gezeigte Wirkungsweise nur in der nördlichen Hemisphäre (also auf der Nordhalbkugel) funktioniert. auf der Südhalbkugel angewandt führt uns diese Methode nach Norden und ist damit auch fürs orientieren geeignet 😉

  2. Das ist echt super ich brauchte es für die schule und es hat mir total geholfen echt toll ich habe eine eins dafür bekomme.

  3. Ich habe das System auch mit einer Digitaluhr erfolgreich benutzt. Einfach im Gelände eine virtuelle Uhr in den Sand malen, oder falls gar keine Uhr vorhanden ist, einen Stock senkrecht in den Boden stecken und einen Stein ans Ende des Schattens legen. Dann 15min warten und noch einen Stein an das neue Ende des gewanderten Schattens legen. Die beiden Punkte nun mit einem Stock verbinden und man hat eine Ost-West Linie, wobei der erste Punkt im Westen liegt.

  4. Gerade mal ein bisschen mit verschiedenen Schablonen experimentiert.
    Der Trick funktioniert ganz genau, wenn zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang 12 Stunden liegen.
    Bei mehr oder weniger Stunden, sollte man halt dran denken, das es, wie schon oben gesagt, eine recht grobe Methode ist.
    Um Juni/Juli rum, wenn der Tag 16 Stunden hat, sollte man von der Uhrzeit aus bis zur 12 auf dem Zifferblatt etwa 1/3 des Abstandes verwenden. Ist es also 13 Uhr, liegt Süden bei ungefähr 12:40 Uhr.
    Ich sollte aber erwähnen, dass die 1/3 Regel für eine Tageslänge von 18 Stunden gilt.

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Foto1: © Unsplash – pixabay