Anforderungen an einen guten Kompass und wie Sie damit umgehen

Der Kompass ist ein Messgerät, mit dem die Himmelsrichtungen bestimmt werden. Es dient also der Orientierung und ist bei Outdoor-Unternehmungen, speziell in unbekannten Gebieten, auf See und in den Bergen, nahezu unverzichtbar. Erfunden wurde der Magnetkompass vor bald 1000 Jahren in China, er hat also eine lange Tradition.

Erfunden wurde der Magnetkompass vor 1000 Jahren in China
Erfunden wurde der Magnetkompass vor 1000 Jahren in China

Ein Magnetkompass verfügt über eine magnetisierte Nadel. Wenn diese im Gehäuse freibeweglich in alle Richtungen befestigt ist, zeigt die Spitze grundsätzlich nach Norden, die andere Seite nach Süden. Dies ist so, weil sich die magnetisierte Kompassnadel an den Linien des Erdmagnetfeldes orientiert. Man sollte bei der Wahl des Kompasses jedoch auf eine gute Stahllegierung der Nadel achten, denn Nadeln, die lediglich aus weichem Stahl gearbeitet sind, neigen dazu, fehlerhaft zu arbeiten. Durch Erschütterungen kann sogar ihre Magnetisierung umgekehrt werden.

Die Nadel ist in der Regel auf einer leichten Edelsteinspitze befestigt, sodass sie ungehindert schwingen kann. Doch auch hier lauert eine Gefahrenquelle: Der Benutzer.

Jeder Mensch verfügt über einen sogenannten „Mikrotremor“, das heißt, dass niemand einen Kompass wirklich vollständig ruhig halten kann; ein leichtes Zittern ist immer vorhanden und dieses bringt die Nadel zum schwingen. Damit diese Gefahrenquelle möglichst klein gehalten wird, sollte man bei einem Outdoor-Kompass unbedingt darauf achten, dass die Nadelschwingung gedämpft ist. Entsprechende Modelle haben in der Kapsel, in der sich die Nadel befindet, eine Flüssigkeit, ein Öl beispielsweise, welches die Schwingungen reduziert und ausgleicht.

Richtet man den Kompass also in aller Ruhe aus, zeigt die Spitze recht zuverlässig nach Norden. Nun richtet man den Kompass zusätzlich an einer Karte aus.

Auf Landkarten befindet sich der Norden immer oben, während die Ortsnamen nach Westen und Osten ausgerichtet sind. Man legt die Landkarte so unter den ausgerichteten Kompass, dass die Ortsnamen im 90-Grad-Winkel zur Nadel ausgerichtet sind.

Wer sich das Ganze noch nicht bildlich vorstellen kann, findet hier entsprechende Bilder: http://www.alpinisten.info/wissen.kartenkunde.kompass.html

Kauftipp: Profis empfehlen wir den M-3 Kompass von Suunto

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Foto1: © kornel64 – pixabay